Lehrer zu groß : Schule lehnt seine Einstellung ab

BM/dpa Amsterdam - Wegen seiner "bedrohlichen" Körpergröße von 2,04 Metern ist der niederländische Lehrer Fred Bennema von einer Grundschule als ungeeignet abgewiesen worden. "Jemand von über zwei Metern, der auf einem Stühlchen sitzt und den Kindern beim Lesen hilft, das sieht doch einfach nicht aus", sagte der Leiter der Schule, Jan Bartelds, gestern in der Zeitung "De Telegraaf" (Amsterdam). "Seine Größe ist so überwältigend, daß wir unsere Kinder nicht damit konfrontieren können. Das wäre unverantwortlich." 
Der 32jahrige Bennema ist wütend über die Entscheidung. Ihm war die Stelle in Glimmen bei Groningen bereits zugesagt worden, doch dann kamen dem Lehrerkollegium Bedenken wegen seiner Größe. "Ich versuche schon seit ein paar Jahren, etwas zu finden, und jetzt werde ich mit so einer Begründung abgelehnt", sagte er. Seine Länge habe noch nie abschreckend auf Kinder gewirkt. 
 

  Aus der Berliner Morgenpost vom 30. Oktober 1997
In der Internetversion der Zeitung wurden zu diesem Artikel Links zu einzelnen Seiten dieser Homepage des KLM Stuttgart gesetzt.
(siehe unter "Reaktionen auf diese Homepage")

 


  Pressestimmen zum 30. Europatreffen in Dresden    

 Lebensphilosophie XXXL - Größe macht erfinderisch   
Unterwegs mit den Langen dieser Welt - und mit ihren Problemen 

Von Werner Frisch 
Sie haben sich daran gewöhnt, daß den Leuten der Unterkiefer herunterklappt, wenn sie die Szenerie betreten. Am Freitag vormittag stürmten die knapp 500 Delegierten vom 30. Europatreffen des "Klubs langer Menschen" die Festung Königstein. Man kann nicht nur ständig tagen! Außerdem - der neue Präsident wurde ja in Dresden gewählt: Phil Heinricy aus Großbritannien. Die Gäste aus zehn Staaten Europas und den USA wollten nun den deutschen Osten kennenlernen. Rob aus den Niederlanden, ein 221 Zentimeter großes und 150 Kilo schweres Kraftpaket, reckt sich im Lastenaufzug der Festung: Endlich mal ein angemessener Lift! Er stellt klar, daß man als Übergroßer eine bestimmte XXXL-Lebensphilosophie und in den Gaststätten eineinhalb bis zwei normale Portionen braucht, um satt und zufrieden aufstehen zu können. Er traf in Dresden zum ersten Male seinen 221er Konkurrenten aus Essen, Stefan Grewen. Als Bankkaufmann muß Stefan "glücklicherweise nicht in einem so engen Glaskasten hocken und Geld ausgeben". Er hat sein Büro hinter den Kulissen. Erinnerung an seinen ersten Kontakt mit dem Gymnasium: Er solle nun mal ganz im Ernst sagen, wie oft er sitzen- geblieben ist. Ha, ha, ha - Witz der üblen Sorte. 

Die Großmutter ist schuld an der Länge 

Mit 2,18 Metern paßt Robert Stevens gut zu den beiden anderen. Der Applikationsmanager - ein Computerfachmann, der rund 50 Rechner dirigieren muß, kommt ebenfalls aus den Niederlanden. Als Basket- baller besitzt er denkbar beste Voraussetzungen. Sein Bruder sei "nur einsneunzig". Er macht die Großmutter für seinen riesenhaften Wuchs verantwortlich. Zur Jahrhundertwende sei sie bereits knapp zwei Meter groß gewesen - damals ein echter Knaller. Die Menschheit wird scheinbar immer größer. Als sich der altbundes- deutsche Klub vor rund 40 Jahren gründete, waren für Frauen 180 und für Männer 190 Zentimeter angemessen und Pflicht, um Mitglied werden zu können. Der erst zehnjährige ostdeutsche Vereinsbruder legte die Meßlatte höher an: 185 Zentimeter müssen Frauen, 195 Zentimeter Männer mindestens groß sein. Uwe Seyler aus Hamburg kratzt sich am Kopf: "Irgendwann werden wir nachziehen müssen." 
Der längste Sachse gesellt sich dazu: Thomas Birk aus Heidenau. Seine beachtlichen 2,17 Meter sieht er für seinen Beruf als "großen Vorteil". Mitunter genüge ein grimmiger Blick. Er verdient seine Brötchen auf dem Bahnhof Dresden-Neustadt beim Bahnschutz. Die Uniform mußte selbstverständlich maßangefertigt werden. Der für den Dresdner Bezirk zuständige Größte ist Elektro- meister Maik Hoffmann (207 Zentimeter) aus Pirna. Blödeleien sind programmiert: Hast du ein Glück, du mußt nie 'ne Leiter mitnehmen. Er versichert, daß Größe erfinderisch macht. Sein Vater konstruierte ein Bett mit abklappbaren Fußende. Die Langen starten. Am Sonnabend ist großer Ball. Robs Urteil: "Es war phantastisch hier - wenn ihr nur nicht so sauenge Busse hättet." Sagt's und fädelt sich mühsam in den winzig wirkenden, ganz normalen Sitz ein. 
 

Stefan Grewen (221 Zentimeter), Rob Bruintjes (221) und Thomas Birk (217), (von links), fühlen sich als Große "sauwohl". Nur unser Reporter mit kläglichen 184 Zentimetern kam sich beim Treffen auf Königstein etwas mickrig vor. Kontakte zum Klub der Großen sind möglich über: 
 
Maik Hoffmann, 
Lucas-Cranach- Straße 22 
01796 Pirna 
Telefon 03501 / 780 218. 

 

  Quelle: Sächsische Zeitung vom 10.05.1997
(Für's Internet bearbeitet von Sabine Kuniß -  Klub der Großen BG Chemnitz)      

Die Riesen kamen: Wie Gulliver in Liliput  

Der 178 Zentimeter "kleine" Wilfried Fischer (Mitte) fühlt sich, wie die Liliputaner angesichts Gulliver, als er von dem 2,07 Meter großen Maik Hoffman (links) und Thomas Birk (mit 2,17 nach eigenen Angaben der größte Sachse) auf den Arm genommen wird. Zum 30. Europatreffen des "Clubs der Großen in Deutschland e.V." waren am Wochenende 530 Große aus 13 Ländern nach Dresden gekommen. Aber den Kleinen zum Trost ein Wort, das dem kleinen Napoleon in den Mund gelegt wird: Länge ist nicht immer auch Größe! 
 
 

Bild

 

  Quelle: Dresdner Zeitung vom 12.05.1997
(Für's Internet bearbeitet von Sabine Kuniß -  Klub der Großen BG Chemnitz)


 


Die Riesen kommen!
Entsteht ein neuer Menschentyp?

P.M.-Magazin, Heft 07/1996 · Autor: Norbert Trautwein

Die Menschen werden immer größer – in den letzten hundert Jahren um etwa 14 Zentimeter. Dabei verändert sich auch das Aussehen. Jetzt sind Forscher den Gründen auf der Spur.

Es ist eine unbestreitbare Tatsache: Der Mensch wächst und wächst, und zwar in die Höhe. Vor allem hierzulande tut er das, aber auch in den europäischen Nachbarländern, in Amerika, Japan, Neuseeland und Australien. Dagegen ist in anderen Ländern die Körpergröße der Menschen gleich geblieben oder hat sogar abgenommen: in der Türkei, in Indien, Chile und einigen afrikanischen Ländern. Dies ist statistischer Tatbestand. Aber warum das so ist, weiß niemand. Also wird man wohl differenzieren müssen, wenn man nach den Ursachen des Höhenwachstums sucht. Einen einheitlichen globalen Grund scheint es nicht zu geben.
Theorien zum Größenwachstum gibt es wie Sand am Meer: Einige Wissenschaftler vermuten, die globale Klimaerwärmung stecke hinter dem seit Jahrzehnten ansteigenden Körperwachstum von Männern und Frauen. Andere Forscher haben die obskure Theorie entwickelt, die Verstädterung sei der heimliche Auslöser des verstärkten Körperwuchses. So versuche der Mensch die hohen Gebäude zu über- ragen, von denen er umgeben ist. Wieder andere Experten sehen den Grund darin, daß während der vergangenen Jahrzehnte die strapaziöse körperliche Arbeit enorm zurückgegangen ist.
Besonders in den vergangenen 100 Jahren hat sich der Mensch rasant zum »langen Lulatsch« entwickelt. Noch 1890 betrug die durchschnittliche Körpergröße der deutschen Rekruten 164 Zentimeter. 100 Jahre später lag die Durchschnittsgröße der Bundeswehr-Anfänger bei 178 Zentimetern – und jeder Dritte überragte sogar das preußische Gardemaß von 180 Zentimetern. Nicht viel anders sieht es bei den Frauen aus. In den frühen zwanziger Jahren waren die Studentinnen der Universität Karlsruhe durchschnittlich 161 Zentimeter groß; 1993 maßen sie 168 Zentimeter.
Dabei zeigt die Entwicklungsgeschichte des Menschen durchaus keine lineare Aufwärtsbewegung, was die Körpergröße betrifft. Zu Beginn der Steinzeit, also vor etwa 50 000 Jahren, lebte schon einmal eine Generation von »Riesen«: Wie Knochenfunde beweisen, waren sie mit 170 Zentimeter Körpergröße immerhin 15 Zentimeter höher gewachsen als ihre Vorfahren aus der 100 000 Jahre zurückliegenden Altsteinzeit. Allerdings schrumpfte der Mensch wieder. Als er am Ende der Eiszeit (vor 10 000 Jahren) in die Jungsteinzeit eintrat, tat er das mit nur 156 Zentimetern.
Die Eiszeit scheint den Menschen in seiner Größenentwicklung um 14 Zentimeter zurückgeworfen zu haben. Seitdem geht es fast ständig aufwärts: In der Bronzezeit vor 4000 Jahren reckte er sich auf 165 Zentimeter, gab dann jedoch bis zum Mittelalter wieder drei Zentimeter ab. In die Rüstungen der damaligen Recken würde heute gerade mal ein Elfjähriger hineinpassen. Professor Dr. Georg Kenntner vom Institut für Sport und Sportwissenschaft der Universität Karlsruhe befaßt sich seit Jahren mit dem zunehmenden Größenwachstum der Menschen und den Folgen. Übrigens: Auch unsere Kühe sind immer größer geworden. Mit 140 Zentimetern ist ihr Widerrist heute um durchschnittlich 30 Zentimeter höher als vor drei Jahrtausenden, wie Knochenfunde in bronzezeitlichen Siedlungen zeigen. Allerdings dürfte hierbei (wie auch bei den Pferden) der Mensch als Züchter die wesentlichste Rolle gespielt haben.
Noch ist auf dem Gebiet des Größenwachstums der Menschen zu wenig systematische Forschung betrieben worden, um eindeutige Aussagen über die Ursachen machen zu können. Professor Kenntner: »Vieles ist noch Hypothese, und zum Teil stehen sich mehrere Erklärungsvorschläge gegenüber.« Immerhin hat Kenntner die interessantesten Hypothesen zusammengetragen. Hier die wichtigsten:

  • Schon in den 30er Jahren wurde die Vermutung laut, die Entlastung des arbeitenden Menschen durch Maschinen würde sein Größenwachstum fördern – er strecke sich sozusagen, seit der Druck der körperlichen Schwerarbeit nicht mehr auf ihm laste.

  • Zur gleichen Zeit erklärte ein anderer Forscher das Größenwachstum mit den Fortschritten der Medizin: Durch die Reduzierung der Kindersterblichkeit blieben mehr großwüchsige Kinder am Leben, die stets eine höhere Sterblichkeitsrate aufgewiesen hätten als kleinwüchsige Kinder.

  • Die Einwirkung des Lichtes – vor allem auch der UV-Strahlung – wurde schon 1936 als Ursache des Größenwuchses angesehen: Die Menschen begannen Sonnenbäder zu nehmen, Freizeitsport zu treiben und sich lässiger zu kleiden. Dafür sprechen auch aktuelle Untersuchungsergebnisse. Der kanadische Wissenschaftler Warren Hathaway hat 1994 nachgewiesen, daß sich das Körperwachstum bei Schulkindern beschleunigte, deren Klassenzimmer optimal mit Lampen ausgeleuchtet waren. Jedenfalls beeinflußt Licht – auch künstliches – die Arbeit der wachstumsfördernden Hormondrüsen.
    Andererseits steht fest: Übermäßige UV-Bestrahlung, z. B. als Folge des Ozonlochs, wirkt wachstumshemmend auf Plankton und Nahrungspflanzen. Professor Tevini von der TU Karlsruhe schätzt, daß eine Abnahme der Ozonschicht um zehn Prozent bereits ein Zehntel weniger Pflanzenwachstum bedeute – eventuell ist diese Schätzung auch auf den Menschen übertragbar.

  • Mehrere Wissenschafter sehen den Grund in den Klimaveränderungen. Andere messen den elektromagnetischen Wellen aus dem Weltall wachstumsfördernde Bedeutung bei. Durch das Ozonloch erreichen sie die Erde heute in viel stärkerem Maß als früher.

  • Einige Forscher vertreten die Theorie der Verstädterung. Daran beteiligt seien aber nicht nur die Hochhäuser, sondern generell die wachsende »vegetative Sensibilität« des Städters, der auf die Reizüberflutung in seinem Lebensraum mit Größenwachstum reagiere.

  • Hinzu kommt, daß es seit einigen Jahrzehnten wieder allgemein üblich ist, die Babys zu stillen. Nachweislich wächst ein Säugling in den ersten drei bis vier Monaten am kräftigsten, wenn er gestillt wird. Denn mit der Muttermilch erhalten die Babys zwei ungesättigte Fettsäuren (AA = Arachidonsäure und DHA = Docosahexanolsäure), die das Wachstum vor allem der Nerven und der Zellmembranen fördern. Diese Fettsäuren fehlen üblicherweise in der Flaschennahrung. 

  • Körperliches Training, Sport und Freizeitaktivitäten könnten unter Umständen auch ihren Teil beitragen. Ausgiebiges Training fördert offenbar das Längenwachstum von Knochen und Knorpeln. Professor Hartmut Krahl vom Krupp-Krankenhaus in Essen hat festgestellt, daß bei 20 professionellen jugendlichen Tennisspielern der Schlagarm länger war als der andere. Ähnliche Wachstumsphänomene wurden bei Turnern und Langstreckenläufern beobachtet. Bei besonders belasteten Knochen nahm nicht nur die Dichte, sondern auch das Längenwachstum zu.

  • Am gravierendsten aber dürfte die moderne Ernährung das Größenwachstum beeinflussen. Nach Aussage des Züricher Anthropologen Robert Martin bestimmt jedenfalls der Nährstoffreichtum der Nahrung, wie groß das Gehirn sein kann, das eine Tier entwickelt. So haben Blätterfresser wie Brüllaffen nur die Hälfte des Gehirnvolumens der Klammeraffen, die sich von Früchten ernähren. Noch größere Gehirne entwickeln Kapuzineraffen, die bevorzugt Insektenlarven, Nüsse und Vogeleier verspeisen. Diese sehr intelligenten Tiere bringen es auf ein Gehirnvolumen, das – im Vergleich zur Körpergröße – die Hälfte des menschlichen erreicht.
    Warum sollte das, was man bei den Affen bereits festgestellt hat, nicht auch für den Menschen gelten? Kein Wunder, daß Wissenschaftler die gute Versorgung des modernen Menschen mit Mineralstoffen, Spurenelementen und Vitaminen als Ursache für das Größenwachstum ansehen. Denn die Vielfalt der unterschiedlichen Nahrung führt dazu, daß biochemische Prozesse im Körper besser ablaufen.
    Tatsache ist, daß sich das Gehirn des Menschen im Lauf der vergangenen drei Millionen Jahre vom Volumen her verdreifacht hat. Etwa 1300 Kubikzentimeter Gehirnmasse enthält ein Menschenschädel heute – unter diesem Aspekt ist der Mensch tatsächlich die Krone der Schöpfung. Affen bringen es im Durchschnitt auf 400 Kubikzentimeter. Und nicht die Gorillas sind die Lebewesen mit dem zweitgrößten Gehirn, sondern die klugen Delphine.
    Allerdings sagt die Größe des Gehirns nichts Absolutes über die Intelligenz aus. Das weibliche Gehirn ist
    durchschnittlich um zehn Prozent kleiner als das männliche. Aber Frauen sind durchaus nicht dümmer als Männer. Der durchschnittliche Intelligenzquotient ist bei den Frauen genauso hoch wie bei den Männern. Außerdem: In den vergangenen 50 000 Jahren hat das Gehirnvolumen des Menschen nicht zu-, sondern abgenommen, Der »stupide« Neandertaler etwa dachte noch mit 1500 Kubikzentimetern, wie Schädelfunde beweisen.

  • An die Größe des Gehirns knüpft die Theorie an, beim Menschen würde die Kopfgröße automatisch auch die Körpergröße bestimmen. Eine biologische Gesetzmäßigkeit mache es notwendig, daß mit dem Gehirn nicht nur der Kopf wachse, sondern entsprechend der ganze Körper. Das ist nachweisbar.
    Das Interessante ist: Der Mensch hat sich seinen Großkopf sozusagen angegessen. Denn das Nährstoffangebot beeinflußt das Größenwachstum des Gehirns erheblich stärker als der vernunftgemäße Gebrauch dieses Organs. Sobald alle Nervenzellen gebildet sind, verbraucht das Gehirn eines Babys 60 Prozent der gesamten Stoffwechselenergie. Und das Gehirn wächst um so mehr und schneller, je einfacher die Nährstoffe zu bekommen sind und je besser sie verdaut werden können.
    Die Größe des weiblichen Beckens, durch das der Kopf des Babys bei der Geburt hindurch muß, begrenzt allerdings das Kopfwachstum. Einige Forscher haben schon vermutet, daß die Zunahme der Kaiserschnitt-Geburten ebenfalls eine gewisse Rolle spielen könnte bei den neuen Maßen des menschlichen Kopfes und Körpers.

Aber: Der hohe Wuchs bat nicht nur positive Seiten. Auf die Generation der neuen Riesen kommen erhebliche soziale und gesundheitliche Probleme zu. Nicht nur, daß sie sich in jeder Türöffnung bücken müssen, um nicht mit dem Kopf anzustoßen. Zweimetermenschen leiden auch am Arbeitsplatz unter Möbeln, die nicht passen. Und sie finden kaum Betten, die lang genug, und Fahrräder, die hoch genug sind.
Schon die hochgewachsenen Schüler sitzen verdreht wie Fragezeichen auf viel zu niedrigen Stühlen an viel zu niedrigen Tischen. Kleinwagen sind für Großwüchsige die reinsten Sardinendosen, Konfektion von der Stange gibt es nur in Spezialgeschäften. Da muß die Industrie ihre Produkte noch anpassen. Zumal die kleinwüchsigen Menschen nicht gleichzeitig mit dem Auftauchen der Hochgewachsenen verschwinden. Zwischen Nord- und Südeuropäern, wie z. B. Schweden und Italienern, liegt ein mittlerer Größenunterschied von zehn Zentimetern. Wie schon gesagt, wächst der Körper proportional zum Kopf. Mit einer Ausnahme: Der Brustkorb macht vom Umfang her das üppige Wachstum nicht mit. Also wird es immer mehr schmalbrüstige Goliaths geben, die in einigen Punkten erheblich krankheitsanfälliger sind als die Pykniker (Bezeichnung für Menschen mit gedrungenem Körperbau, schlankwüchsige werden »Leptosome« genannt und grobwüchsige, muskulöse Typen »Athletiker«). Aufgrund der »leptomorphen Wuchstendenz«, wie Wissenschaftler die Entwicklung des schmalbrüstigen Riesen nennen, sind Haltungsschäden, Rücken- und Gelenkbeschwerden vorprogrammiert. Die ganze Statik des Skeletts verändert sich: Das Becken kippt zu weit nach vorn, bestimmte Muskelgruppen im Schulter- und Nackenbereich verkürzen sich.
Viele Bewegungsabläufe geschehen in einem so großwüchsigen Körper nicht mehr optimal ökonomisch, sondern erfordern enormen Kraftaufwand. Professor Kenntner prophezeit deshalb eine übermäßige Belastung von Herz und Kreislauf. Vor allem in den Schulen müsse die Wachstumsentwicklung zu Veränderungen des Mobiliars und des Unterrichtsangebots führen. Häufigeres Unterbrechen des Stillsitzens, Pausen mit Bewegungstraining und täglicher, angepaßter Sport sind unabdingbare Forderungen für die Zukunft.
Gerade beim Schulsport muß offenbar umgedacht werden. Sportbiologe Kenntner sieht z. B. im Geräteturnen die falsche Betätigung für Großwüchsige. Kleinerwüchsige hätten an Reck und Barren durch ihre Körpermaße erheblich günstigere Hebelverhältnisse. Dagegen seien für die hochgewachsenen Schüler Sportarten wie Handball oder Basketball empfehlenswert, ebenso Sprungübungen und Bodenturnen.
Ein weiteres Problem: Der Kopf entwickelt sich vom Rundkopf zum länglichen Eierkopf; das begünstigt die Neigung zu Sehstörungen. In einem in die Länge gezogenen Schädel verändern sich die Augenhöhlen, der Augapfel wird gequetscht, Kurzsichtigkeit tritt ein. Einer schwedischen Studie zufolge, wird der Anteil kurzsichtiger Studenten im Jahr 2060 bei fast 70 Prozent liegen.
Schließlich muß sogar die gesamte Menschheit einen Preis für den Riesenwuchs bezahlen: Stimmlich strahlende Opernstars wie etwa Placido Domingo gehören wahrscheinlich der Vergangenheit an. Denn wenn sich Arme und Beine strecken, wachsen die Stimmbänder in gleichem Maß mit. Freiburger Musikwissenschaftler haben nachgewiesen, daß mit Zunahme der Körpergröße auch die tiefen Baßstimmen überhand nehmen. Schon jetzt fallen bei TV-Moderatorinnen oder Nachrichtensprecherinnen baritonale Stimmen auf – und die werden sogar bevorzugt.
Die Konsequenz: Heldentenöre wird man wohl künftig in Ländern wie Chile oder bei den Namas in Südwestafrika suchen müssen, wo die durchschnittliche Körpergröße noch rückläufig ist.
Unser Blick in die Zukunft der Menschheit muß jedenfalls schräg aufwärts gerichtet sein, wollen wir unseren Nachfahren ins Auge blicken. Die Prognose von Körpergrößenforscher Kenntner für das Jahr 2060: Männliche Studenten werden durchschnittlich 193,3 Zentimeter groß sein, weibliche 175,6. Vorausgesetzt, die Entwicklung setzt sich konsequent und linear fort.
Es muß aber nicht so kommen. Wissenschaftler haben errechnet, daß die maximale Größenzunahme innerhalb eines Jahrhunderts bei 14 Zentimetern liegt. Und die sind erreicht. Zum zweiten ist noch offen, wie die Wachstumsbremse der UV-Strahlen, die durch das Ozonloch die Erde in erhöhtem Maß treffen, auf den Menschen wirkt, Vielleicht so, wie nach dem Ende der letzten Eiszeit?

Anmerkung 1: Dieser Artikel aus dem P.M.-Magazin ist viel zu interessant, als ihn unseren Lesern vorzuenthalten. Ursprünglich war dieser 6-seitige Artikel mit vielen Bildern und Grafiken garniert – die P.M.-Redaktion erlaubte aber nicht das Einbauen der Bilder. So muß der Text alleine stehen – sorry...
(Jens Pielawa, Webmaster des KLM Hannover)

Anmerkung 2: Die hier angesprochenen Hypothesen des Professor Kenntner wurden von diesem auch in der N3 Sendung "Prisma" dargestellt. Teile dieser Sendung sind an anderer Stelle dieses Medienechos als RealVideo zu sehen.
(Martin Kirchherr, Webmaster des KLM Stuttgart)

Quelle: P.M.-Magazin, Heft 07/1996 · Autor: Norbert Trautwein
bearbeitet fürs Internet von Jens Pielawa  KLM Hannover


   

Das Leben der "Riesen" ist unbequem

  Dieter und Helga Hübner aus Obertürkheim gehören dem Klub Langer Menschen an - Eine Menge Nachteile (die Größe,  nicht die Mitgliedschaft)  

  Nachteil Autokauf: Für Dieter Hübner  (1,91 Meter) kam nur ein Geländewagen in Frage- "weil das Ein- und Aussteigen einfach leichter ist.

Von Claudia Kahlmeier 

Obertürkheim - Als Kind ist der Obertürkheimer Dieter Hübner oft gehänselt worden: "Du bist ja so groß, daß du aus der Dachrinne trinken kannst", haben die Klassenkameraden gespottet. Der 54jäbrige ist 1,91 Meter groß und gehört seit 23 Jahren dem "Klub Langer Menschen" (KLM) an, der in diesem Jahr sein 40jähriges Bezirksjubiläum feiert. 

In. der Wohnung der Hübners ist vieles etwas höher oder länger als bei anderen Leuten, so zum Beispiel die Spüle in der Küche oder die Betten im Schlafzimmer. Immerhin gehört das Ehepaar zu den größten in Obertürkheim. Mit einer Körperlänge von 1,91 Meter beziehungsweise 1,81 Meter kann schließlich nicht jeder mithalten. Damit allerdings gehören beide zu den Kleinsten der Großen im Klub Langer Menschen. Bei Frauen sind mindestens l,80 Meter, bei Männern l,90 Meter Körpergröße Aufnahmebedingung. Kurioserweise heißt der größte Mann Deutschlands Klein:  Conny aus Frankfurt/Main mißt 2,23 Meter, der größte Stuttgarter bringt es auf 2,14 Meter. Bundesweit gehören dem KLM rund 3400 Mitglieder an. Aus Stuttgart sind es 143 "Riesen". 

Große Leute, große Sorgen

Zum KLM, der vor gut 50 Jahren in Frankfurt am Main gegründet worden ist, sind die Hübners im Jahr 1972 durch Zufall gekommen. Eine Metzgereiverkäuferin in Ostheim hatte das Paar damals wegen seiner auffallenden Größe angesprochen und zu einem KIubtreffen eingeladen. Dort hat es den beiden Spontan gefallen. "Die Leute hatten alle die gleichen Probleme und auch ein gemeinsames Interesse", erzählt der Obertürkheimer Versicherungskaufmann. 
Und große Probleme haben große Menschen reichlich: Mal ganz abgesehen von der Partner(aus)wahl ist das Leben für Große vor allem teuer und unbequem. "Da die Kosten für Kleidung und Schuhe von großen Menschen in der Regel wesentlich höher sind als die von durchschnittlich großen Leuten, bemühten sie sich um einen steuerlichen Vorteil." Doch damit ist der Klub gescheitert. Wenigstens hat sich die Situation für große Menschen mittlerweile entschärft. "Es ist nicht mehr so extrem wie in der Nachkriegszeit, in der es keine oder nur unerschwinglich teure Sondergrößen gab." 
Neben dem Kleider- und Schuhekauf macht den Großen auch der Autokauf und oft der hohe Lebensmittelverbrauch Sorgen. Für Hübners kam nur ein Geländewagen in Frage - wegen der Einstiegshöhe. Auch im Kino oder Theater sei es nicht angenehm, wenn andere sich wegen der Größe über einen beschweren. Chronische Rückenschmerzen gehören ebenfalls zu den Problemen der Großen, und die durchschnittliche Lebenserwartung ist etwas geringer. Doch das Großsein hat auch ein paar Vorteile: "Ich habe immer den Überblick", lacht Hübner. Und im Berufsleben wird man wohl auch oft schneller akzeptiert, wenn man groß ist. 
Die Stuttgarter Vereinsaktivitäten, die hauptsächlich in Luginsland stattfinden, sind sehr vielfältig und oft praktischer Natur, informiert Dieter Hübner, der zehn Jahre Vorstandsmitglied im KLM war. Es wird gelegentlich über Probleme mit der außergewöhnlichen Körper- oder Schuhgröße gesprochen, einige er kundigen sich beispielsweise, wo man Sondergrößen kaufen kann, oder aber die Mitglieder gehen mit einander essen, wandern und sogar auf Reisen. Einmal jährlich findet auch ein europaweites  Treffen der langen Menschen statt, zu dem regelmäßig zwischen 600 Und 700 Teilnehmer kommen. 1987 trafen sich die "Großen" der verschiedenen Nationen in Stuttgart. In diesem Jahr geht's nach Amsterdam. 

Immer mehr Große

Ob Größe ein regionales Phänomen ist? Seltsamerweise fehlen Italiener, Griechen oder Franzosen im Klub Langer Menschen. Der Großteil setzt sich aus Holländern, Schweden, Dänen, Österreichern, Schweizern und Deutschen zusammen. Überlegt wird derzeit beim KLM, die Aufnahmegröße auf 1,95 / 1,85 Meter heraufzusetzen: Die Statistik zeigt, daß die Menschen heutzutage immer größer werden. Die "Durchschnittsfrau" ist 1,64 Meter groß der "Durchschnittsmann" bringt es mittlerweile auf 1,79 Meter. Vor hundert Jahren waren es noch gut acht Zentimeter weniger. 

  Aus dem Untertürkheimer Blatt vom Mittwoch, 3. Mai 1995


 


  

Die Langen belasten stärker die Umwelt

»Die Wahrheit über die Größe des Menschen« 
»Wenn die Amerikaner weiterhin so wachsen wie in den vergangenen 75 Jahren, dann wird das gravierende Auswirkungen auf die Umwelt haben.« Mit dieser These versucht der amerikanische Ingenieur Thomas Samaras die Alarmglocken zu läuten. 20 Prozent mehr Länge reichten schon, um den Energieverbrauch um 5O Prozent zu steigern, die Atmosphäre mit drei Milliarden Tonnen Kohlendioxyd zusätzlich zu belasten und Millionen von Hektar neuen Ackerlandes erschließen zu müssen, damit der erhöhte Lebensmittelbedarf gedeckt werden könne. Seine Schlußfolgerung: "Der Erde würde es besser gehen, wenn die Menschen kleiner wären.« 
Man müsse ja Kinder nicht gleich am Hungertuch nagen lassen, aber durch eine sorgsame Überwachung der Eßgewohnheiten sowie ein Verzicht auf Hormone ließe sich das Wachstum schon reduzieren, meint Samaras. Sein Motto heißt: Menschheit schrumpfe in Zahl, Größe und Gewicht. Um das zu erreichen, greift der Autor, der früher als Ingenieur in der Raumfahrttechnik tätig war und dort Größe und Gewicht als gravierende technische Herausforderungen kennengelernt hatte, populäre Denkmuster an. Da wäre zunächst einmal die Gesellschaft, in der Größe zum Ideal hochstilisiert wird. Besonders Männer meinten offenbar, erst ab 1,83 Meter sei man wer. Schon Jugendliche futterten eifrig Hormonpräparate, um ldealformen anzunehmen. Denn wer beispielsweise nicht die Ausmaße eines Kleiderschrankes habe, sei kein richtiger Footballspieler. 400 Millionen Dollar lassen sich allein die Amerikaner diese Wachstumsnachhilfe kosten. Der Rest wird mit Messer und Gabel besorgt: 60 Kilo Fett und 5O Kilo Zucker pro Bürger und Jahr. Große Menschen überschreiten laut  >Samaras< Definition die 1,83-Meter Marke. Nach seinen Berechnungen bringen sie 73 Prozent mehr Gewicht auf die Waage als der »ideal« gewachsene 1,69-Meter-Zeitgenosse. Darüber hinaus verzehrten sie ein Vielfaches an Nahrung. Ganz zu schweigen von der größeren Beinfreiheit, die lange in Flugzeugen und Autos beanspruchten, oder von zusätzlichem Material, das für XXL-Größen bei T-Shirts und Pullovern verarbeitet werden müsse. Auch der Müllberg wachse entsprechend, denn das »Mehr« und »Größer« will auch verpackt sein. Bei neun Milliarden Menschen, die voraussichtlich bis zum Jahr 2032 auf der Erde leben werden, mache das schon einen erheblichen Unterschied aus, sagt Samaras und predigt so etwas wie die Zukunft des Pygmäenstaates:  »Wenn die Menschen nur 1,69 Meter groß wären, müßten sie im Leben nichts entbehren«, behauptet der Autor der selbst übrigens 1,67 Meter mißt.

  Aus der "Rheinischen Post" vom 14. März 1995


 


Im Klub der Großen lernen Menschen über 1,85 mit ihrer Länge umzugehen
Das Motto: Riesenspaß und Ratschläge

"Herr Riese, wo ist denn hier das Klo?"

Edgar Kohl vor dem Magdeburger Bahnhof Mit seinen 1,98 Metern gehört der Genthiner Edgar Kohl zu den kleinsten Großen. Daß er aufs Dach des Magdeburger Hauptbahnhofes greifen kann, ist ein Gerücht.

Von Bernd Kaufholz und
Roland Schödl (Fotos)

Magdeburg. 1987 wurde in der DDR der »Klub der Großen« unter dem Dach des Kulturbundes gegründet. Mitglieder können Frauen ab 1,85, Männer ab 1,95 Metern werden. Zur Zeit existieren sechs Bezirksverbände in den neuen Bundesländern. Einer davon in Magdeburg. Der Klub versteht sich als Mutmacher für die »Unübersehbaren«, die eine ganze Menge Alttagssorgen mehr haben als die Normalgewachsenen.
»Na, Langer, wie ist die Luft da oben«, solche Sätze hört Edgar Kohl immer mal wieder. Doch heute hat der Genthiner höchstens noch ein müdes Lächeln für den Frager übrig. Mehr Schwierigkeiten bereiten ihm dagegen die Dinge des Alltags. Und das, obwohl er mit seinen 1,98 Metern eher noch zu den kleinen Großen in Sachsen-Anhalt gehört.

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Jörg Weihe ist Lehrer in Wolmirstedt: "Grundschüler sprechen mich auch schon mal als 'Herr Riese' an", sagt der 2,08 m Mann.

»Wohnzimmerlampen sind eine große Gefahr für alle Langen. Auch tiefhängende Werbeschilder in Einkaufsmärkten haben mir schon manche Beule eingebracht«, sagt der 28jährige. In der Problem-Hitliste ganz oben stehen weiter zu niedrige Keller (»Ich kann dort nur gebückt stehen«) und Hotelbetten, die um zig Zentimeter zu kurz sind.
»Da kann man schon ›Höhenangst‹ bekommen«, so der Genthiner. Auch das Hinterhergetuschele und »Kosenamen« wie »Bohnenstange« und »langes Elend« sind nicht gerade fördernd für das Selbstwertgefühl der Betroffenen. Kohl: »Viele Große haben es erst gelernt, sich so zu akzeptieren wie sie sind, nachdem sie in unseren Verein eingetreten sind.«
Ines Niederlein, Vorsitzende des Klubs: »Wir verstehen uns als Mutmacher. Dem Alltagskummer rücken wir mit viel Humor zu Leibe.« Dabei gab es auch schon praktische Erfolge. So machten Vereinsmitglieder in Supermärkten auf Gefahrenquellen aufmerksam. Werbung und Lampen wurden daraufhin höher angebracht.

Autofahren beinahe vom Rücksitz aus
Ausgetauscht werden auch Adressen von Bekleidungsfirmen, Geschäften und Schuhläden, die Übergrößen führen. Ein Problem, mit dem sich der Klub schon zu DDR-Zeiten herumschlug. Damals gab es sogar einen »Koordinator«, der Kontakte zu Betrieben hielt, die übergroße Kleidung, lange Betten und Fahrräder mit verstärktem Rahmen herstellten.
Mit dem Autofahren haben fast alle Großen ihr liebe Not. »Vom Rücksitz aus muß ich meinen Wartburg zwar noch nicht lenken, aber ich mußte meinen Fahrersitz schon ganz nach hinten schieben«, stöhnt Kohl. Im Auftrage des Klubs wurden Autos auf Größentauglichkeit getestet. Am besten schnitten der VW Passat und der Volvo 440 ab.
Ansonsten wird Geselligkeit im Verein großgeschrieben. Die reicht vom »Ball der Großen« bis zum Europatreffen, vom Kegelabend bis zum Theaterbesuch. Mal gehts auf den Brocken, mal ins Schwimmbad. »Eine prima Sache, der Klub«, meint Jörg Weihe aus Wolmirstedt. Der 2,08-Meter- Mann schnupperte kürzlich bei einer Veranstaltung rein und will nun mitmachen. Der 36jährige Lehrer hat keine

Rekord: 2,72 Meter

Der nachweislich größte Mann in der Medizingeschichte war Robert Pershing Wadlow. Er wurde am 22. Februar 1918 in Alton, Illinois (USA), geboren. Am 27. Juni 1940 wurde er von zwei Anatomieprofessoren gemessen. Da war Wadlow 272 Zentimeter groß. Seine Armspannweite betrug 288 Zentimeter. Seine Hände maßen vom Handgelenk bis zur Spitze seines Mittelfingers 32,4 Zentimeter. Seine Sehuhe waren 47 Zentimeter lang.
18 Tage später starb er in Manistee (Michigan) an den Folgen einer Zellgewebsentzündung. Sie war durch einen schlechtsitzenden Stützverband hervorgerufen worden.

Die größte Frau in der Geschichte war Zeng Jin-Lian aus Yujiang, geboren am 26. Juni 1964 (zentralchinesische Provinz Hunan). Bei ihrem Tod am 13. Februar 1982 maß sie 247 Zentimeter. Ihre Hände waren 25,5 Zentimeter, ihre Füße 35,5 Zentimeter lang.

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Im April 1994 wurde der Pakistaner Mohammad Ali Channa in London zum grö8ten lebenden Menschen erklärt. dpa

Größter lebender Mann ist der 39jährige Pakistaner Mohammad Ali Channa. Mit 226 Zentimetern ging er ins Guinness-Buch der Rekorde ein.

Größte lebende Frau der Welt ist Sandy Allen (USA). Sie ist 231,7 Zentimeter groß.

Der größte Deutsche war Christoffel Münster (1632–1676) aus Varlosen (Landkreis Göttingen). Der Gänsehirt war 248 Zentimeter groß. Herzog Christian Ludwig von Hannover ernannte ihn zu seinem Leibwächter.

Der größte lebende Deutsche ist Konstantin Gerhard Klein, geboren am 15. März 1957 in Hainburg (Hessen). Er ist 223 Zentimeter groß und hat Schuhgröße 54.

Die größte deutsche Frau ist Antje Dethloff, geboren am 2. Februar 1963 in Kiel. Sie mißt 206 Zentimeter.

Probleme mit seiner Statur. »Die meisten Erlebnisse sind zum Schmunzeln. Da sprechen mich doch wirklich manche Schüler aus den unteren Klassen mit ›Herr Riese‹ an. Letztens fragte mich ein Grundschüler: ›Herr Riese, wo ist denn hier das Klo?‹«

Oma bot 2,08 m Mann Straßenbahnplatz an
Oder die Sache in der Magdeburger Straßenbahn: »Da stand eine alte Frau auf und sagte: ›Ich kann nicht mehr mit ansehen, wie sie immer so gebeugt stehen müssen. Nehmen sie doch meinen Platz.‹« Nervend ist für den Längsten im Klub die Lauferei nach Möbeln. »Wir wollten uns neu einrichten, doch Sie können sich nicht vorstellen, wie lange man suchen muß, damit einem beim Sitzen im Sessel nicht die Knie unters Kinn schlagen?« Daß einige Leute hinter ihm herschauen, wenn er mit seiner Frau, die 1,64 Meter groß ist, die Straße entlanggeht, daran hat sich Jörg Weihe längst gewöhnt, und auch seine Ehefrau steckt das weg. Sauer ist er darüber, daß Große keine Lobby haben. »In der Wohnung muß einiges verändert werden, damit man nicht laufend aneckt, ich kann nichts von der Stange kaufen. Alles muß angefertigt werden. Die Lebenshaltungskosten von großen Menschen sind viel höher als die der Normalwüchsigen. Trotzdem gibt es keine steuerlichen Ermäßigungen für uns.«
Im Gegensatz zu seinem Leidensgefährten Jörg Weihe ist Edgar Kohl aus Genthin bereits seit einem Jahr Mitglied im »Klub der Großen«. »Ich kann nur allen Frauen über 1,85 und allen Männern über 1,95 Metern empfehlen, bei uns mitzumachen. Bei uns ist immer riesig was los.«
Die nächste Veranstaltung findet am 25. März statt. Um 14 Uhr treffen sich alle Mitglieder und Großen, die sich das Ganze mal ansehen wollen auf dem Kölner Platz in Magdeburg. Es geht zum Kegeln. Wer sich vorher näher über den Verein informieren will, sollte sich an Ines Niederlein, PF 313, 38846 Wernigerode, wenden oder unter 03933-802617 anrufen.

Quelle: Volksstimme am Sonntag vom 26. Februar 1995


 RTL  - Hans Meiser

Überragend? Große Frauen


Neben anderen  waren am xx.xx.1993 in der RTL Sendung "Hans Meiser" auch Nicola Klein und Ute Holzapfel vom KLM Stuttgart zu Gast.
Thema der Sendung "Überragend? Große Frauen"
(die ersten paar Minuten der Sendung fehlen)

Zum Start der Videodatei bitte Bild anklicken.

( 44,27 Minuten)

Download der Video-Datei  (11,1 MB)
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Zum Betrachten der Video- und Audiodateien ist der "RealPlayer" notwendig, diejenigen die dieses Standardprogramm für Audio und Video noch nicht haben können es hier kostenlos downloaden.

 Quelle: RTL - Hans Meiser 1993

Ute's Medienauftritte
vor und nach ihrem Auftritt bei "Hans Meiser" in RTL  

 
Schau mir in die Augen, Kleiner...
...schmunzelte Ute ???????* (27), als sie auf der Königstraße dem Pfleger Bernd Hugger (45, 152m) gegenüber stand. Ute ??????* ist Stuttgarts längste Frau: 1,97 Meter ragt die kaufmännische Angestellte in den Himmel. Sie kann nur Herrenschuhe Größe 45 tragen. Auch bei der Kleidung - Herrengröße XXL. "Aber daran gewöhnt man sich", erzählte sie BILD- Reporterin ALEXANDRA von UNGER. Einmal im Monat geht Ute in den "Klub Langer Menschen" in Wangen - mit ihrem Verlobten. Der ist 20 Zentimeter kleiner als sie..

 Quelle: BILD vom 25 Jan. 1994

 
Quelle: Stuttgarter Zeitung, Okt. 1993
 
Quelle: Stuttgarter Zeitung, Okt. 1993

 
 


  ©  Martin Kirchherr vom

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