Die Hünen des Klubs langer Menschen treffen sich im Copthorne-Hotel

Foto von Angelika und Bernd
Einer der Größeren im Klub der Langen: Wo Manfred Hißbach auftaucht, überragt er seine Mitmenschen um Haupteslänge. 
Benne (3)

Gardemaß macht Hosenkauf
zum Riesen-Problem

Wo immer Manfred Hißbach auch auftaucht, wird er ungläubig angestarrt. Mit seinen 2,08 Metern Körpergröße überragt er die meisten seiner Mitmenschen um ein bis zwei Köpfe. Im Kino zischt ihm sein Hintermann schon einmal zu, daß er sich doch bitteschön hinsetzen solle. »Ich stehe dann einfach auf und sage ganz souverän, daß ich doch schon sitze«, gibt der Hannoveraner mit süffisantem Lächeln zum besten. Mit Schicksalsgenossen aus dem »Klub langer Menschen« (KLM) – einer Mischung aus Selbsthilfegruppe und Freizeitverein – traf sich Hißbach am Freitag abend im Copthorne-Hotel zum Billardspielen. Den kürzesten Anfahrtsweg zum allmonatlichen Treffen hatten Karsten und Doris Sickau: Die beiden Laatzener KLM-Mitglieder wohnen nur einen Steinwurf vom Hotel entfernt. Obwohl Doris Sickau (»ich bin nur 1,82 Meter groß«) zu den kleineren im Klub gehört, klagt sie über immense Schwierigkeiten, denen große Mensehen im Alltag ausgesetzt sind: »In der Straßenbahn baumeln mir Handgriffe ins Gesicht. Hotelbetten sind oft so klein, daß wir die Matratzen rausreißen und auf der Erde schlafen müssen. Das sind Riesen-Probleme«, stöhnt die Laatzenerin. Wenn es darum geht, phantasievolle Lösungen zu finden, zeigt Hißbach Größe: Um seinen Computer nicht im Knien bedienen zu müssen, hat er seinen Schreibtisch um 15 Zentimeter aufgebockt. Seine Kollegen könnten ihn als Stehpult benutzen, sagt der gelernte Kaufmann. Seinen VW Golf mußte er mit einer verlängerten Sitzschiene ausrüsten, um überhaupt einsteigen zu können.

Im Flugzeug reserviert er stets die Sitze am Notausgang, um Beinfreiheit zu haben. Und Schuhe in Größe 50, überlange Hosen oder Hemden mit 78 Zentimeter langen Ärmeln gibt es nur als teure Sonderanfertigungen. »Groß zu sein, ist ein teures Hobby«, scherzt der 39jährige, der gelernt hat, mit seinem Gardemaß umzugehen. Das sei nicht immer so gewesen: Als Kind habe man ihn gehänselt und beim Handballspielen mit Gleichaltrigen habe er immer den Ball ins Gesicht bekommen. Mit 15 fand Hißbach dann endlich Anerkennung: Er wurde Mitglied in einem Basketball-Verein – und avancierte prompt zum Nationalspieler. Vor acht Jahren wurde er Mitglied beim KLM. Dessen einzige Aufnahmebedingung: Frauen müssen mindestens 1,80 Meter messen und Männer wenigstens noch zehn Zentimeter größer sein. Im Klub lernte er auch seine heutige Verlobte kennen. Mittlerweile gibt er sich gelassen, wenn. er auf sein Gardemaß angesprochen wird: »Lieber groß und gesund als klein und krank«, grinste der 2,08-Meter-Mann.
SIMON BENNE

Quelle: Leine-Nachrichten vom 07. Dezember 1998


 

Der Verein, wo alle richtig groß rausgekommen sind

Wenn kein Hotelbett paßt: Die Sorgen von Bernd Bund (206 cm) und der Mitstreiter im Klub langer Menschen

Foto von Angelika und Bernd   Foto: Wienand
Durch dick und dünn geht Bernd Bund ja noch - aber niedrig (wie der Türrahmen auf dem Foto) sollte es doch bitte nicht sein, wenn man länger ist als ein Zollstock. Angelika Moritz hat es da mit 1,85 Meter etwas leichter - Klamotten zu kaufen ist aber für sie mindestens genauso schwierig.

Von Lars Wienand

Karlsruhe.  So hoch hinaus hatte Bernd Bund (36) gar nicht gewollt: Zweihundertsechs Zentimeter über der Schuhsohle ist bei ihm erst Schluß. Er ist einer der Längsten im Klub der Langen, Bezirk Karlsruhe.
Auf großem Fuße: Seine Schuhe (nur Größe 46, "geht noch") streckt er unter einen Schreibtisch, der auf vier Klötzen steht. Für den Rücken. Bunds Schreibtisch ist 78 Zentimeter hoch, der bürokratisch-richtige Euro-Arbeitstisch muß nur 72 Zentimeter messen. Aufgebockte Möbelstücke sind nur eine Seite von Bernd Bunds Leben als Riese.
Großartig: "Ich habe immer den Überblick" sagt Bund. Und wenn in der Firma was in die oberste Regalreihe gestellt werden muß, ist Bernd Bund d e r Mann dafür.
Große Liebe: "Wir sind zwar kein Ehe-Anbahnungsinstitut", sagt Angelika Moritz ("nur" 1,85 Meter), "aber einige Paare haben sich doch schon gefunden." Vor allem jüngere Frauen sind oft fast verzweifelt wegen ihrer Größe (finden kaum einen Mann), wenn sie zum Klub langer Menschen stoßen. Moritz war das nicht, begegnete ihrem späteren Mann (1,97 Meter) aber auch erstmals bei einem Treffen. Und Bernd Bund hatte seine Frau (1,88 Meter) mal als Mitglied für den Klub geworben...
Großes Handicap: Lange leben im Schnitt kürzer (etwas niedrigere Lebenserwartung), sind empfindlicher für Rücken- und Knieprobleme und finden nur schwierig ein Auto mit genug Platz ("alle für 50-Prozent-Männer..."), Noch ein Problem - Tanzen: "Ein Wiener Walzer mit 60 Takten pro Minute, da ist es schwierig, rumzukommen mit den langen Beinen,"
Große Scheine: Weil Großsein teuer ist, hat der Klub langer Menschen schon (erfolglos) Steuerermäßigungen gefordert. Klamotten? Nicht von der Stange. Die besten Chancen hat noch, wer auch noch beleibt ist. "Maßhaltig sind die Konfektionsgrößen nicht" beklagt sich auch Angelika Moritz, "nur" 1,85 Meter groß. Wenn sie ein Ballkleid kaufen will, läßt sie locker 1.000 Mark im Laden. Hoffnungszeichen: "In den letzten Jahren hat sich ein bißchen was getan" 

Groß im Improvisieren: Auf Reisen hat Bund immer eine Bettdecke dabei. Die Hotelbetten haben zwar inzwischen meist zwei Meter, aber die Decken sind zu kurz. "Und dann ist das Vergnügen doch nur ein mäßiges."
Große Gemeinschaft: Der Klub langer Menschen (1952 von einem Münchner Straßenbahnfahrer gegründet, der lange Fahrgäste ansprach) hat im Raum Karlsruhe 100 Mitglieder. Gemeinsam werden Ausflüge unternommen, Feste gefeiert. Jeden zweiten Freitag im Monat ist Stammtisch (offen für Nichtmitglieder). Termin für den nächsten: 13. November, 19.30 Uhr, Vereinsgaststätte SVK Beiertheim. Ansprechpartnerin ist Angelika Moritz, Telefon 0173 / 9314360, eMail KLMKA@aol.com. Umfangreiche Informationen gibt es auch im Internet auf der Homepage der Stuttgarter Gruppe (http://www.klm-stuttgart.de).Hier gibt es auch Einkaufstips für Lange mit Adressen von "1angengerechten" Geschäften.

Quelle: Boulevard Baden vom 25. Oktober 1998


So lebt der längste Mensch der Welt

Alexander Sizonenko aus St. Petersburg ist 2,40 Meter groß

Alexander mit Frau und Kind
Riese am Stock Wegen seiner Rückenprobleme braucht Alexander  Sizonenko beim Gehen einen Stock. Meist bleibt er in seiner Wohnung, Ehefrau Swetlana (1,74 m) ist dann sein einziger Kontakt. Auf diesem Foto präsentiert sie Söhnchen Alexander junior (heute vier).

Alexander als Basketballspieler
Lufthoheit Von 1976 bis 1985 war Alexander ein erfolgreicher Basketballer, wurde mit seiner Mannschaft insgesamt dreimal russischer Meister. Weil er eine Knöchelverletzung nicht ausheilte, mußte er seine Karriere beenden.
 


Von JENS HARTMANN

Alexander Sizonenko hat heute keinen guten Tag. "Das Kreuz", sagt er und verzieht sein Gesicht zu einer schmerzvollen Maske. Der tagelange Sommerregen, der St. Petersburg heimsucht, macht dem 40jährigen zu schaffen. Müde humpelt er durch seine kleine Dreizimmerwohnung im Petersburger Arbeiterbezirk Pukowo, duckt den Kopf knapp unter der 2,50 Meter hohen Decke. Wenn Alexander durch den Türrahmen geht, muß er seinen gebückten Körper noch tiefer beugen. Bloß nicht anecken, nicht hinfallen - wieder aufstehen wäre körperliche Schwerstarbeit. Alexander Sizonenko ist mit 2,40 Metern der größte Mensch der Welt, ein wissenschaftliches Institut hat ihn neulich noch vermessen. Im Stehen ist Alexander 229,6 Zentimeter, im Liegen sogar 240 Zentimeter groß. Der Unterschied hängt mit den Wirbeln zusammen: Beim Aufstehen stauchen sich die Wirbel um elf Zentimeter zusammen. Er benötigt Schuhe mit Größe 63, hat Kleidergröße 76/78.
   Im "Guinness-Buch der Rekorde" stand bis vor einem Monat der Name des Pakistaners Haji Mohammad Alam Channa - er war 2,31 Meter groß und starb im Alter von 42 Jahren an Nierenversagen. Bis 1985 war Alexander einer der besten Basketballspieler seines Landes, heute ist er ein schmerzgeplagter Invalide, der von umgerechnet 74 Mark Rente leben muß. Der Rücken macht ihm zu schaffen, wenn es feucht ist quetschen die Wirbel die Nervenstränge ein. "Dann falle ich zusammen wie eine Marionette, deren Fäden durchnitten wurden". Auch das Herz hält die Belastungen, die diese Körpergröße mit sich bringt, immer schlechter aus. Die Knöchel schwellen häufig an, Medikamente gegen die Schmerzen kann er sich kaum leisten: "Die sind nur noch gegen Rubel zu haben, früher war die Arznei kostenlos".
   Wenn Alexander aus seinem 2,60 Meter langen Bett - einer Spezialanfertigung aus Deutschland - aufsteht, lockert er mit Greifübungen die Hände, massiert sich die Wangen, Ohren und Nacken, um die Blutzirkulation zu stimulieren. Seine Hände sind doppelt so groß wie die eines gewöhnlichen Erwachsenen. "Je größer der Mensch ist, desto größer sind auch seine Probleme", sagt der Mann mit dem graugewordenen Haarschopf.
   Seine Frau Swetlana, die als Maklerin arbeitet, lernte er auf der Straße kennen. Sie wollte das Autogramm des Ex-Sportlers, er bekam dafür ihre Telefonnummer. 1987 haben die beiden geheiratet, ihr gemeinsamer Stolz heißt Alexander junior, viereinhalb Jahre alt. "Wenn wir spazierengehen, kann er aufrecht zwischen meinen Beinen hindurchlaufen", erzählt der Papa. Doch auch dieses Glück ist nicht ungetrübt: Bei dem Jungen haben die Ärzte einen schweren Herzfehler diagnostiziert.
   Alexander Sizonenko wuchs mit zwei Brüdern in einem kleinen Dorf in der Ukraine auf. Schon früh merkte man, daß er schneller als alle anderen in die Höhe schoß: In der ersten Klasse überragte er seine Kameraden bereits um einen Kopf.
   Verläßt Alexander seinen Plattenbau, stützt er sich mühsam auf einen Stock. Die Aufmerksamkeit fremder Menschen zieht der traurige Riese zwangsläufig auf sich. Bei seinen seltenen Spaziergängen in der Petersburger City drehen sich alle staunend um. Er wird um Autogramme und Gruppenfotos gebeten. Einige weichen ihm allerdings auch ängstlich aus, andere schütteln verächtlich den Kopf, Kinder bekommen große Augen. Seine Größe empfindet er, seitdem es in den vergangenen Jahren mit der Gesundheit bergab ging, zunehmend als Last. "Sehen Sie sich die Königsmutter aus dem Buckingham-Palast an", meint Alexander, "sie ist 98 Jahre alt und kerngesund. Woran liegt das?"
   Die Antwort gibt er selbst, er duldet keinen Widerspruch: "Ganz einfach - die Frau ist klein..."

Alexander gebückt in seiner Wohnung Alexander sitzt auf einem viel zu kleinen Stuhl
Gebeugt durchs Leben In seiner Dreizimmerwohnung bewegt sich Alexander nur gebückt fort - zu niedrig sind Decken und Türstöcke. Maßgeschneiderte Möbel kann sich der Invalide von seiner Rente nicht leisten, nur das Bett und einen Stuhl bekam er als Sonderanfertigung aus Deutschland geschenkt. 
Fotos: GAVRILOV/RUFU

 

Quelle: BILD am Sonntag vom 23. Aug. 1998 (Seite 34+35)

Siehe auch "Schuhgröße 63 aus Westfalen" auf dieser Seite.


 

 

Hans Meiser
Schau mir in die Augen, Kleiner - Große Frauen, kleine Männer

Unter diesem Untertitel  strahlte RTL, Anfang 1998  die Talk-Sendung 
"Hans Meiser" aus, hier findest Du einen Ausschnitt aus der Sendung als Video für den RealPlayer sowie zwei Screenshots aus der Sendung.

Zum Start des Videos bitte Bild anklicken.  

( 19,13 Minuten)
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Die Gäste bei Hans Meiser Vier der sechs Gäste in der Sendung, außer diesen war noch ein Kleinwüchsiger mit 1,50 m und eine Basketballspielerin mit 1,91 m dabei, auch aus dem Puplikum kamen noch viele andere LANGE zu Wort.
Helga und Klaus Schunk Helga Schunk, die Bundesvorsitzende des KLM Deutschland, mit ihrem Mann Klaus.

Quelle: RTL Sendung "Hans Meiser" Anfang 1998
Wiederholung am 01.09.98
( Video und Screenshots bearbeitet und zur Verfügung gestellt von Jens Pielawa, KLM Hannover)
   

Hinweis:

Schon am 18. Oktober 1993 ging es bei "Hans Meiser" um das
Thema: Überragend ? Große Frauen.
Als Gäste waren damals drei Mitglieder des KLM Stuttgart dabei.
Siehe dazu auch "Ute's Medienauftritte" in diesem Medienecho


 

Verkleinerter orginal Zeitungsartikel

Wie groß wird mein Kind? So einfach rechnen Sie es aus

Von Dr. Christoph Fischer Wie groß wird mein Kind? Eine Frage, die Eltern immer wieder beschäftigt. Kinderarzt Prof. Eugen Mullis (Uniklinik Bern) erläutert die Wachstumsformel, die Ihnen sagt, wie groß Ihr Kind wird: 
  Summe aus Größe der Mutter (jeweils cm) plus Größe des Vaters. Dann: Bei Jungen 13 Zentimeter dazuzählen, bei Mädchen 13 Zentimeter abziehen. Das ganze durch 2 teilen - die ermittelte Zahl ist die wahrscheinliche Größe des Kindes!

Beispiel: Vater 174 cm, Mutter 168. Summe: 342. Bei einem Jungen: plus 13 = 355, geteilt durch 2: Größe 177,5 Zentimeter. Mädchen: 342 minus 13, geteilt durch 2: das Mädchen würde 164,5 Zentimeter groß. Allerdings: Die Superformel hat einen Schönheitsfehler - sie hat nur zu 68,5 Prozent recht. Denn sie kann sich, nach oben und unten, um bis zu 8,5 Zentimeter irren! Klartext: Der Junge könnte auch nur 169 Zentimeter, das Mädchen aber bis zu 173 Zentimeter wachsen.

Quelle: BILD vom 31. Juli 1998 (Titelseite)

Siehe zu diesem Thema auch den Bericht von Wilhelm Mörchen
"Wachstum und Großwuchs"
in dieser Homepage


 

Längster Mann der Welt gestorben

Hinweis: 
Dieser war laut dem "Guinnessbuch der Rekorde" der Längste. 
Alexander Sizonenko ist und war größer. 

Auf dem Krankenbett
Foto: dpa
Der größte Mann der Welt, der Pakistani Mohammed Alam Channa, ist in der Nacht zum Freitag im Alter von 45 Jahren an Nierenversagen gestorben. Der Riese sei exakt 2,317 Meter groß gewesen, meldete die pakistanische Nachrichtenagentur APP am Freitag. Bereits 1992 sei der außergewöhnlich große Angestellte in das Guinnessbuch der Rekorde eingetragen worden und sei noch in der jüngsten Ausgabe als der größte Mann der Welt verzeichnet gewesen. Im Mai war Channa, der an einer Harnblasentuberkulose und Diabetes litt, auf Kosten der pakistanischen Regierung in ein New Yorker Krankenhaus gebracht worden. Dort fiel er kurz darauf ins Koma. Nach Angaben der Agentur hatten dem Riesen mehrere Staaten die Staatsangehörigkeit angeboten, darunter auch die Vereinigten Staaten und Saudi-Arabien. Channa habe jedoch abgelehnt.

Quelle: NOZ (NeueOsnabrücker Zeitung) vom 04.Juli.1998


Hormon-Therapie gegen Riesen-Kinder

Von Thorsten Dargatz
Im Mittelalter als Riesen verspottet, aber auch heute noch bestaunt und begafft: großwüchsige Kinder. Immer mehr Eltern machen sich Sorgen, wenn die zwölfjährige Tochter bereits 1,83 Meter mißt. Überdurchschnittlich große Menschen haben es schwer im Leben, vor allem Mädchen leiden darunter. Eine neue Hormontherapie schafft Abhilfe. "Mit Röntgenaufnahmen der Hand können wir sehr genau abschätzen, wie groß ein Kind später einmal wird. Wenn die jungen Damen psychische Probleme mit ihrer Körperlänge bekommen, können wir jetzt mit einer gezielten Therapie eingreifen"., sagt Professor Hansjosef Böhles (51), Direktor der Klinik für allgemeine Kinderheilkunde in Frankfurt. Der Stoffwechselexperte hat bereits mehr als 50 Mädchen vor dem Riesenwuchs bewahrt. Er erklärt: "Der optimale Zeitpunkt zum Bremsen, so nennen wir das Aufhalten des Wachstums, ist die beginnende Pubertät. Ich gebe hohe Östrogendosen - das führt zum frühzeitigen Stop des Knochenwachstums. Nebenwirkungen wie Thromboseneigung, Wadenkrämpfe und Migräne halten wir medikamentös unter Kontrolle." Viele aber haben wegen der hohen Östrogendosen Angst vor Folgeerkrankungen wie Unterleibs- oder Brusttumore. Professor Böhles: "Ich verwende ausschließlich natürliche Östrogene, gewonnen aus Stutenharn." Trotzdem achtet der Experte bei seinen Schützlingen auf ein intaktes Familienumfeld: "Die Mädchen brauchen in der Therapiephase verständnisvolle Eltern. Innerhalb kürzester Zeit entwickeln sie sich zu jungen Frauen. Sie bekommen schon vier Wochen nach Behandlungsbeginn ihre erste Monatsblutung. Darauf müssen sie gut vorbereitet sein, sonst ist der Schock viel zu groß", sagt Professor Böhles.

  Quelle: BILD am Sonntag vom 28. Juni 1998    

Anmerkung: Der Artikel spricht eigentlich für sich, mehr noch: gegen die Sache.  Vor Jahren hat in der Universität Frankfurt der Bezirk eine Veranstaltung besucht, bei der ein kompetenter Arzt zu diesem Thema referierte. Am Ende wurde er gefragt, ob er, sein Kind im Falle vergleichbarer Situation hormonell bremsen lassen würde? Die Antwort war ein klares NEIN!   
(Lothar Haan, Redakteur des KLM-Mitteilungsblattes die "Große Glocke")


 

Foto von Cathy und Jason  
Mitunter muß sich das 
Herz tief bücken, 
um sein Glück zu finden. 
Cathy & Jason aus L.A. 
(Los Angeles) müssen 
37 cm überbrücken, bevor 
der Funke überspringen 
kann. Gelingt aber laut 
Selbstauskunft fast 
jede Nacht. Jason: "Ihre 
zwei Berggipfel 
machen mich verrückt".

  Quelle: Aus "NEUE REVUE" Nr. 25 vom 18. Juni 98

   


   

Gruppenfoto
2,16 m 1,98 m 2,29 m 1,60 m 2,03 m 2,03 m 2,06 m

MIRRORGIRL CHARLOTTE WELCOMES  WORLD'S TALLEST TO LITTLE'OL UK

By CHARLOTTE KEMP

TO cut a long story short, I just wish I'd worn higher heels. 
  It gets lonely down at 5ft 3in in a world of giants. And they know how to make you feel small at the world convention of tall people. 
  German joker Kai Wenzel, 24, looked down at me from his 6ft 9in and asked if I'd show him the sights of Britain during his stay. 
  I felt dizzy just looking up at him, and no better when he loftily inquired: "So what is it like down where you are, shorty?" 
  It was time to move on to a great Brit. At 7ft 6in, Chris Greener is the country's tallest living man and only an inch off the world title held by a chap with a suitably long name -- Haji Mohammad Alam Channa. 
  And gent Chris, of Hayes, Kent, sympathised with my little problem. Now 54, he has been the butt of jokes, too, since he was a 6ft 3in tall 15-year-old. In his last year at school he asked his careers advice teacher about prospects in the Royal Navy. 
  "What do you want to be -- a mast?" was the reply.

  But things are getting better. Chris said: "Now I am older the most common question people ask me is 'What is it like seeing the world from up there?' People are not as rude as they used to be when I was younger." 
  Fellow Brit Matthew Langmaid hit 6ft at 13 but didn't stop growing until he was a fraction over 7ft 1in. Bachelor Matthew, 29, beamed: "I get some great chat-up lines. 
  "One of my favourites is 'The world must look great from up there, big boy.' But I have dated women who are short and tall." 
  So what do you mean by short, I asked Matthew, who lives with his 5ft 11in mum and 6ft 2in dad in Llanishen, Cardiff.  
  He replied proudly: "I dated someone who was 5ft 8in once -- and she was short by my standards." 
  After a 10-minute chat at the convention in Didcot, Oxon, I complained my neck was aching. Matthew nobly offered to sit down, adding with a cheeky grin: "Many girls never get the chance to see what colour eyes I have." 
  He is unemployed at the moment but gets work from his height. 
 
  Ever the entrepreneur, he hands me a card which reads: "Matthew Langmaid, the tallest man in Wales. Book him for parties, fetes and fancy dress." 
  He said: "I went to one party dressed as a baby in a pink nappy and matching bonnet. I must be the biggest baby they have ever seen." Fellow convention guests Dietmar Schluter, 29 and 6ft 9in, and 34-year-old Ulrich Luedemann, an inch taller, are loving the attention they have received in Britain. 
  Ulrich said: Last night we went out on the town in Leicester Square and we had great fun pulling people's legs about how short they are. 
  "The girls were really impressed but I am still single so I must be doing something wrong." 
  So is 25-year-old Sarah Roberts -- at 6ft 8in one of the tallest women at the convention. 
  "It's hard to find someone your own height, let alone taller," she sighed. "The great thing about the convention is meeting up with others who are in the same boat. 
  "I especially like feeling petite alongside giants like Chris and Matthew." 
 

  Quelle: THE MIRROR vom 20. Mai 1998 (Foto: James Vellacott)  
Zu einem Erlebnisbericht vom Europatreffen in London

 


   

Schuhgröße 63 aus Westfalen

2,42-Meter-Mann erhält Gratispaar

 Alexander mit der Schuhverkäuferin ALEXANDER SIZONENKO (rechts) läßt sich im Schuhspezialgeschäft in Vreden von Verkäuferin Birgit bedienen. Der 2,42-Meter-Hüne hat die Schuhgröße 63.

 
Von Bernward Loheide 

Vreden, 20.4.98 
Wenn Frau Sizonenko ihren Mann küssen will, muß sie auf eine Leiter steigen. Sie ist 1,65 Meter groß - und er 2,42 Meter. Der größte lebende Mensch der Welt, Alexander Sizonenko aus dem russischen St. Petersburg, muß gekrümmt durchs Leben gehen, um nicht überall anzuecken. Kein Auto, kein Flugzeug, kaum eine Haustür und kaum eine Hose ist groß genug für ihn. Damit ihm wenigstens seine Schuhe richtig passen, kam er am Sonntag nach Deutschland. Im münsterländischen Ort Vreden erhält er beim Übergrößenschuster Georg Wessels eine Gratisspezialanfertigung: Größe 63. 
 "Beim Hinflug mit der russischen Luftfahrtgesellschaft Aeroflot konnte zum Glück der Sitz vor mir abmontiert werden, sonst hätte ich die Fahrt nicht aushalten können", berichtet Alexander Sizonenko. Wegen seiner alles überragenden Körpergröße bereitet ihm fast jeder Handgriff Qualen. Vor allem Rückenschmerzen plagen den 40jährigen: "Jeden Tag nehme ich mir fest vor, nicht zu verzweifeln, sondern darauf zu hoffen, daß es morgen besser wird. Ohne diesen Optimismus läge ich schon längst im Grab." 
Doch die Laune der Natur, die den gebürtigen Ukrainer wachsen und wachsen ließ, hatte nicht nut unangenehme Seiten: "Die schönste Zeit meines Lebens war vor 15 Jahren, als ich in der sowjetischen Basketballnationalauswahl spielte. Fast alle Korbwürfe unserer Mannschaft machte ich." Eigentlich mußte Sizonenko nur am Korb stehen und auf den Ball warten, um ihn von oben "einzutüten". "Doch beim Basketball gibt es leider nicht nur einen, sondern zwei Körbe; ab und zu mußte ich mich also von einem zum anderen bewegen." 
  Heute lebt der 40jährige nicht mehr vom Sport, sondern von einer bescheidenen Invalidenrente. Damit kann er sich noch nicht einmal ein ausreichend großes Bett kaufen: "Ich schlafe in einem ganz normalen 1,90 Meter langen Bett - nur eben sehr gekrümmt." Um sein Einkommen etwas aufzubessern, hofft er auf Auftritte im deutschen Fernsehen, in Shows und Spielfilmen. In Tschechien stand er mal bei einem Märchenfilm in einer Nebenrolle vor der Kamera - natürlich in der Figur des Riesen. 
  In Vreden spielt der Hüne schon lange eine Hauptrolle. Der Schuhmacher Georg Wessels flickt für seine größten Kunden seit zehn Jahren das Fußleder zusammen. Doch nie zuvor gab sich der Russe persönlich die Ehre. Wie Sizonenko steht auch Wessels im Guinnesbuch der Rekorde - als Schuster, der die zehn größten Menschen der Welt bedient. Seine größten Schuhe macht Wessels nicht für den größten Mann der Welt, sondern für einen anderen Kunden: Statt Schuhgröße 63 hat dieser Größe 69. 
 

  Quelle: Rundschreiben des KLM-Bezirks Osnabrück (Quelle aus der Tagespresse unbekannt)

  

 


  ©  Martin Kirchherr vom

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